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Bleisatz-Workshop mit Kinderchirurgin

Visitenkarten mit Farbschnitt – Bleisatzkurs KinderchirurginEine schöne Sache bei unseren Workshop ist, dass man ganz unterschiedliche Leute kennen lernt und einen Tag lang mit ihnen arbeitet.
Zum Glück ist die grundlegende Technik des Bleisatzes so leicht zu erlernen, dass man wirklich keinerlei Vorkenntnisse haben muss – wie im Beispiel einer Kinderchirurgin, die bei uns ihre eigenen Visitenkarten gesetzt und gedruckt hat. Und die »kniffeligen« Punkte (Form bauen, Tiegel einrichten) übernehmen wir ja :-)

Sie wünschte sich außergewöhnliche Visitenkarten, die man nicht sofort wegwirft, nachdem man die Informationen abgetippt hat, und war daher bei uns genau richtig.

Unsere Kundin entschied sich für zweifarbige Visitenkarten samt Farbschnitt und setzte den Text in der Reporter und Futura. Sie war so sehr mit Spaß bei der Sache, dass sie eine Auflage von stattlichen 450 Exemplaren druckte!

Da wir nur einfarbig drucken können und die Farbe einen Tag trocknen muss, wurde das dekorative Blümchen (2. Farbe) am nächsten Tag gedruckt.

Wir wünschen unserer Kundin viel Spaß und Erfolg mit ihren besonderen Visitenkarten!

Visitenkarten für Designer

Stefan_Guggenbichler_Vika_7100 Letterpress-Visitenkarten schwarz weiß für Kommunikationsdesigner Stefan Guggenbichler Stefan_Guggenbichler_Vika_7139Für den Kommunikationsdesigner Stefan Guggenbichler durften wir zu Beginn diesen Jahres diese tollen zweiseitigen Visitenkarten in klassischem Schwarzweiß realisieren.

Sie wurden von digitalen Daten im Letterpress-Verfahren von Hand gedruckt auf unserem A5 Hohner Hobo1 Boston Tiegel. Der Kunde wollte eine dezente Tiefprägung des Druckmotivs, was trotz der Papierwahl (Gmund Cotton 600 g/m2) doch etwas diffizil war: die Druckform sollte auf der ebenfalls bedruckten Rückseite so wenig wie möglich bemerkbar sein.

Zusätzlich zum Druck haben die Karten noch einen schwarzen Farbschnitt bekommen.

Vielen Dank für den Auftrag und die tolle Zusammenarbeit und viel Erfolg mit den Visitenkarten!

Ein unerwartetes Fundstück …

Heute Abend haben wir unseren Karteikasten mit Bleisatz-Schriftmustern durchforstet.
Wir wollten einer potentiellen Kundin für ihre Visitenkarten eine Alternative zur Copperplate anbieten, die wir nicht im Bestand haben.
Die Mimosa der Schriftgießerei Typoart Dresden bzw. C.E. Weber sieht der Copperplate recht ähnlich.

Bei der (erfolgreichen) Suche nach der Karteikarte zur Mimosa fiel uns dann noch ein ganz besonderes Schreiben in die Hände:
Die vom November 1963 datierte Mitteilung der Schriftgießerei Genzsch & Heyse aus Hamburg. Diese teilt ihren Kunden darin mit, daß man den Geschäftsbetrieb der Schriftgießerei zum Jahresende des Jahres 1963 einstellt.

Auch gibt es wertvolle Hinweise, welche Schriftarten danach bei den anderen Schriftgießereien im Programm zu finden sind. Auf unseren Karteikarten finden sich diese Bezugsquellen nochmals handschriftlich vermerkt.

Merke: Google & Co. gab es damals noch nicht!

Da wir z.B. eine Arkona in Original-Verpackung erstanden von Genzsch & Heyse hatten, können wir nun zumindest sagen, dass diese Bleilettern über 50 Jahre auf dem Buckel haben!

Brief der Schriftgiesserei Genzsch und Heyse an ihre Kunden bzgl der Geschäftsaufgabe zum Ende des Jahres 1963

Brief der Schriftgiesserei Genzsch und Heyse an ihre Kunden bzgl der Geschäftsaufgabe zum Ende des Jahres 1963